Leuchtturm Alnes fyr

Der Leuchtturm Alnes fyr (fyr = Feuer/Leuchtturm auf norwegisch) ist ein beliebtes Ausflugsziel für Heimische und Touristen und befindet sich in der Nähe von Ålesund auf der Insel Godøy. In Bussen fahren hier Touristen aller Nationalitäten vor. Das Leuchtfeuer ist seit 1852 in Betrieb und wurde im Jahr 1982 automatisiert. Die Höhe des Turmes beträgt 22,5 Meter. Im anliegenden Kulturzentrum und Restaurant, welches auch für Anlässe gemietet werden kann, findet man auch eine kleine Kunstgalerie.

Weitere Informationen wie z. B. aktuelle Öffnungszeiten findet man auf der Website zum Leuchtturm.

Skjonghelleren – eine prähistorische Höhle

55 Meter über dem Meer auf der Insel Valderøya bei Ålesund liegt die Höhle Skjonghelleren. Die Höhle selbst ist 70 Meter lang, erstreckt sich jedoch mit allen von Geröll gefüllten Spalten und Gängen bis zu 140 Meter in den Berg hinein. Im Geröll wurden Tierknochen mit einem Alter von bis zu 30.000 Jahren gefunden. Damals betrug hier das Klima ungefähr dem heutigen auf Svalbard oder an der Küste der Finnmark.

Außerdem hat man in der Höhle Pfeile und Speerspitzen sowie Kämme und Ausrüstung zur Zubereitung von Mahlzeiten gefunden. Auch ein menschlicher Unterkiefer und der Schädel eines größeren Tieres wurden ausgegraben.

Der Startpunkt der kurzen und leichten Wanderung/Spaziergang zur Höhle liegt am Parkplatz des Stadions Valdervoll bei den GPS-Koordinaten 62°30’50.1″N 6°06’08.9″E (62.513903, 6.102459). Bereits nach kurzer Gehzeit über einen Schotterweg geht es rechts hinauf Richtung Höhle.

Wanderung auf den Hidsegga

Im Mai 2018 war das Wetter hier im schönen Sunnmøre hervorragend. Mit Temperaturen über 20 Grad Celsius war dies der wärmste Mai in Norwegen seit 1900! Da bietet es sich natürlich an wandern zu gehen.

Der Berg Hidsegga ist dieses Jahr bei „Ti på topps i Herøy“ dabei. Bei dieser jährlichen Aktion der Gemeinde muss man mindestens 10 Berggipfel erklimmen und erhält dafür eine Medaille. Der Hidsegga ist in diesem Jahr der höchste Gipfel, der dabei ist. Mit einer Höhe von 556 Metern über dem Meeresspiegel ist er auch einer der höchsten Berge auf den Inseln der Kommune.

Vom Startpunkt geht es zuerst auf einem Schotterweg flach los an einem Hof und einer Hütte vorbei, über eine Wiese und einen Bach mit Holzbrücke, ehe es stets bergauf geht. Nach dem ersten Berg geht es wieder leicht bergab, ehe es zum Schluss hoch Richtung Gipfel des Hidsegga geht. Das letzte Stück geht relativ flach zum Gipfel. Hier konnten wir viele Goldregenpfeifer beobachten. Am Gipfel angekommen hat man eine tolle Aussicht auf die umliegenden Inseln der Kommunen Sande und Herøy.

Der Startpunkt der Wanderung liegt bei den GPS Koordinaten 62°16’16.3″N 5°37’16.0″E (62.271197, 5.621100). Hier kann man vor der Bezahlstation für die Mautstraße sein Auto neben der Schotterstraße parken. Achtung! Nicht weiter fahren, da ab hier die Straße eine private Mautstraße ist, es sei denn man bezahlt dafür.

Dauer der Wanderung ca. 2-3 Stunden. Für den Hinweg benötigten wir ca. 1:20, zurück ca. 1:00 inkl. kleiner Päuschen.

Die Schwierigkeit der Wanderung ist mit der Farbe Blau festgelegt, was für eine eher mittelschwere Tour gilt. Grün sind leichte Touren, Blau mittlere Touren, Rot schwere Touren und Schwarz Touren die meist Kletterausrüstung erfordern.

 

Mehr als tausend Worte – Foto-Scheune in der Herøy Kommune

Seit vielen Jahren ist Kristoffer Nærø Ytterland als Hobbyfotograf aktiv. Nun hat er in der Scheune neben seinem Wohnhaus seine eigene Fotogalerie eröffnet. Hier stellt der 39jährige seine wunderschönen Fotos der einzigartigen Landschaft sowie Tierwelt in der Kommune Herøy in Møre og Romsdal aus. Jeder, der sich ein Stückchen der tollen Landschaft aus seinem Urlaub mit nach Hause zum an die eigenen vier Wände hängen mitnehmen will, wird hier mit Sicherheit fündig. Hier kann man auch den von Ytterland gestalteten Herøy Kalender erwerben.

Ytterland, der neben seiner Naturfotografie auch Hochzeiten, Portraits und andere Aufträge übernimmt, wurde im Februar 2016 zum Weltkulturfotografen des norwegischen Fjordcenters in Geiranger ausgerufen.

Die mit viel Aufwand und Arbeit hergerichtete Scheune vermietet Ytterland zudem für Gruppen und Vereine als Lokalität. Die Scheune befindet sich auf der Insel Leinøy im Ort Leine. Wer sowieso zur Vogelinsel Runde fährt, kommt hier automatisch an der Fotogalerie vorbei, welche sich direkt nach einer scharfen Rechtskurve befindet. Die Scheune ist zu unregelmäßigen Zeiten geöffnet. Bei geöffneter Fotoscheune befindet sich gewöhnlicherweise ein Aufsteller, welcher darauf hinweist am Straßenrand. Zum navigieren hier die Koordinaten: 62°20’22.0″N 5°41’04.0″E
bzw. 62.339446, 5.684438

Weitere Infos und Fotos auf der Website von Kristoffer Nærø Ytterland: meirenntusenord.com (mehr als tausend Worte). Auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht Ytterland zudem regelmäßig weitere tolle Fotos: facebook.com/Meirenntusenordcom

Fotos: Kristoffer Nærø Ytterland

The Original Icon of Wild Caribou bei Lakselv

Wer uns verfolgt, weiß sicher, dass wir unser erstes Jahr nach unserer Auswanderung in der Finnmark bei Lakselv gelebt haben. Nicht selten haben wir ein wenig Sehnsucht nach der Finnmark mit ihrer einzigartigen Landschaft und nicht zuletzt den vielen Rentieren.

Umso toller fanden wir, als wir hörten, dass unsere Freunde Sandrine und Kai-Simon aus Lakselv dem wilden Rentier (wild Caribou) in monatelanger Arbeit ein Denkmal gesetzt haben. Auf ihren vielen Wanderungen durch die Wildnis im hohen Norden Norwegens haben die beiden über 1000 Rentiergeweihe gesammelt. Das Rentiergeweih fällt jedes Jahr von den Tieren ab und erneuert sich. Man kann die abgefallenen Geweihe überall in der Natur finden, sie verstecken sich überall und warten nur darauf mitgenommen zu werden. Während der Haufen mit Rentiergeweihen immer weiter wuchs und wuchs, kam den beiden die Idee etwas daraus zu machen. Die Idee des „The Original Icon Of Wild Caribou“ war geboren.

In monatelanger Arbeit erbauten sie die 3,7 Meter hohe und rund 9 Tonnen schwere Skulptur, welche eine echte Attraktion geworden ist und welche sie nun der Öffentlichkeit zum Besuch auf ihrer Ranch zugänglich gemacht haben. Und einen Besuch können wir allen, die an Lakselv vorbei kommen wärmstens empfehlen. Sandrine spricht übrigens deutsch und neben der Skulptur gibt es auf der Ranch auch noch Schlittenhunde, eigens hergestellten Schmuck und mehr zu sehen und Waffeln und Kaffee dürfen natürlich nicht fehlen.

Das Fundament der Skulptur wurde aus handerlesenen Steinen gebaut und symbolisiert die natürlichen Bergformationen in denen das Rentier wohnt und lebt. Das grüne Licht symbolisiert das Nordlicht unter dem das Rentier lebt und die Anzahl der Geweihe steht für die reiche Anzahl an Rentieren in einem Flock.

Die Cuddly Paw Forest-Ranch mit der Skulptur liegt ca. 5 Minuten von Lakselv entfernt am Fylkesweg 98 (FV 98) Richtung Ifjord.

Weitere Infos und Kontakt: http://www.facebook.com/Wild-Caribou

Kostenloser Wohnmobilstellplatz in Fosnavåg 

Die Kommune Fosnavåg stellt seit 2016 Wohnmobilstellplätze bereit. Hier steht allen Touristen zentrumnah ein Platz zum übernachten mit Strom und Wasser (in den Wintermonaten bis ca. 1. April abgestellt) zur Verfügung und dies kostenlos. Der Platz liegt beim Park im Zentrum.

Wohnmobilstellplatz Fosnavåg

 

Slangen Seter, Skåbu ****

Auf diesem Reiterhof haben wir bereits zwei mal eine Hütte gemietet. Zuletzt im September 2016.

In der Hauptsaison werden die Hütten normalerweise nur wochenweise vermietet. Hier kann man dann mit Gruppen Reiterferien machen. Wir haben hier eine Hütte mit drei Schlafzimmern gehabt,welche sich direkt an der Schafsweide befindet. Auf dem Hof gibt es neben Schafen natürlich Pferde und auch Hühner. Die zwei Hofhunde laufen frei herum und begrüßen die Gäste.

Täglich kann man zu den Fütterungszeiten mit zu den Tieren gehen.

Es gibt einen Grillplatz mit schönen Ausblick auf den See.

Von Slangen Seter kommt man nach kurzer Zeit direkt auf den Jotunheimvegen (Mautstraße),.welcher durch wunderschöne Landschaft führt und viele Wandermöglichkeiten bietet. Direkt vom Hof aus kann man zudem mehrere Wanderungen starten, z. B. ins Espedalen zum Dalseter mit einem kleinen Abstecher zum Espefossen-Wasserfall (ca. 14 km hin- und zurück).

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Die Vogelinsel Runde

Auf einer unserer Nachbarinseln brüten Jahr für Jahr Hunderttausende Papageientaucher. Der Engländer nennt sie Puffins, der Norweger Lundefugl. Schon immer haben mich diese putzigen Vögel fasziniert, umso toller, dass wir sie nun ganz in unserer Nähe haben. Daher haben wir natürlich schon die ein oder andere Wanderung auf die Vogelinsel Runde gemacht, nicht zuletzt, weil natürlich fast jeder Besucher auch die Papageientaucher sehen möchte.

Der Vogelfelsen ist der größte Norwegens südlich des Polarkreises. In den bis zu 250m hohen Felswänden auf der Insel Runde, liegen die Brutkolonien der Seevögel. Dicht gedrängt brüten hier jedes Jahr um die 500.000 Seevögel. Teile der Insel sind Naturschutzgebiet und dürfen insbesondere während der Brutzeit nicht betreten werden.

Bei entsprechendem Wetter bietet sich an eine der angebotenen Bootstouren zum Vogelfelsen zu nutzen. Diese werden in der Hochsaison in der Regel täglich mehrmals angeboten und können beim Goksöyr Campingplatz gebucht werden.

Wer lieber wandert, kann vom Parkplatz in der Nähe des Campingplatzes aus die um die 1 Stunde dauernde Wanderung hinauf zu Lundeura starten. Dort kann man lange verweilen und den Vögeln zuschauen.

Neben vielen Vögeln hat die Insel Runde aber noch mehr zu bieten. So gibt es einen Leuchtturm der als DNT-Hütte betrieben wird und zum übernachten einlädt und im Runde Miljøsenter kann man sich über den Runde-Schatz informieren und ein Stück Kuchen genießen.

Viele weitere Informationen über die Insel Runde auf deutsch findet man auf insel-runde.de

Wir bieten auch Führungen zum Vogelfelsen oder Wanderungen z. B. mit Übernachtung im Leichtturmhaus an. Weitere Infos hier.

Hier nun ein paar Fotos von der Vogelinsel und den Papageientauchern, die bei unseren Besuchen der Insel entstanden sind. 🙂

FM Radionetz wird 2017 in Norwegen abgeschaltet

Dieses Jahr wird in Norwegen das FM Netz abgeschaltet. Als erstes Bundesland wurde Anfang des Jahres die Radioübertragung in Nordland beendet, es folgten Trøndelag und Møre og Romsdal. Bis Ende des Jahres soll in ganz Norwegen kein kommerzielles/öffentlich-rechtliches Radio mehr über das FM-Netz senden. Am 13. Dezember wird zuletzt in Troms und der Finnmark der FM-Stecker gezogen. Ein paar kleine lokale Radiosender sollen jedoch weiter über FM senden dürfen.

Nachfolger des FM-Netzes in Norwegen ist DAB+. Der Netzausbau soll genauso gut sein, wie der des FM-Netzes. Faktisch gibt es jedoch zum Beispiel eine Vielzahl an Tunneln, die noch nicht ausgebaut sind. Dies soll aber in den kommenden Monaten behoben werden. Auf radio.no findet man eine Karte mit der Netzabdeckung. Die öffentlich-rechtlichen NRK-Kanäle erreichen 99,5% der Bevölkerung, während kommerzielle Sender wie Radio Norge, Kiss, NRJ usw. 90% der Bevölkerung erreichen sollen. Insgesamt senden ca. 30 Radiostationen landesweit.

Wer also vor hat in Norwegen Urlaub zu machen und auf Radio im Auto dabei nicht verzichten möchte, dem sei es empfohlen sich einen DAB+ Adapter für sein Autoradio zu besorgen.

Wanderung zur DNT Hütte Reindalseter

Im Septemer 2016 haben wir eine Wanderung mit Übernachtung zum Reindalseter in den Bergen bei Tafjord gemacht. Der Herbst bietet sich meiner Meinung nach am besten für Wanderungen in Norwegen an. Zum einen ist die Hauptsaison vorbei und man hat so oft Hütten gar ganz für sich alleine zu anderen zeigt sich die Landschaft in ihrer schönen bunten herbstlichen Pracht und auch nicht ganz zu verachten: Keine Mücken mehr!

Der kürzeste Wanderweg zum Reindalseter beginnt auf einem Parkplatz am Zakariasvatnet in den Bergen bei Tafjord. Hier fährt man kurz vorher am Staudamm „Zakariasdammen“ vorbei, den man sich bei der Gelegenheit auch gleich ansehen sollte. Kurz danach kommt man auch schon zum Parkplatz, wo man sein Auto parkt.

Am Anfang des Wanderweges befinden sich einige Informationen zur Wanderregion und den Hütten in der Gegend. Neben der Wanderung zum Reindalseter kann man in der Gegend zu verschiedenen DNT-Hütten, wie z. B. der Danskehytta wandern. Der Reindalseter liegt hier ziemlich zentral in einem Netz von DNT-Hütten. Es bieten sich daher auch mehrtägige Wanderungen von Hütte zu Hütte an.

Die Länge der Wanderung zum Reindalseter ist mit 2-3 Stunden angegeben. Wir haben nur knappe 2 Stunden benötigt.

Zuerst geht es durch etwas Wald immer entlang des Zakariasvatnet-Sees, ehe man an selbigen auf Felssteinen weiter geht. Nach einiger Zeit erreicht man den Reindalsfossen-Wasserfall. Von da an wird es langsam etwas steiler. Nach dem Anstieg kann man in der Ferne auch schon den Reindalseter und kurz davorliegend „Jakobselet„, eine weitere kleinere DNT-Hütte, erkennen. Nachdem man an Jakobselet vorbeigegangen ist und die Brücke überquert hat, ist man auch schon da.

Die DNT-Hütte Reindalseter bietet zwei Zimmer für Hund und Herrchen. Draußen gibt es zudem zwei weitere Hundehütten. Das eine Hundezimmer liegt einzeln abgetrennt, während das andere Hundezimmer das Zimmer mit der Nummer 1 direkt am Eingang eines der Gebäude mit mehreren Zimmern ist. Reindalseter ist eine relativ große und luxuriöse DNT-Hütte. In der Saison von Ende Juni bis Ende August ist die Hütte bedienstet und man bekommt neben Frühstück  auch andere  Mahlzeiten. Ansonsten kann man sich am gut ausgestatteten Essenslager bedienen und sich sein Essen in der Küche, die keine Wünsche offen lässt, selbst zubereiten. Neben dem einen Gebäude mit mehreren Zimmern und Gemeinschaftsdusche, gibt es ein weiteres Gebäude mit neueren Zimmern die über Duschen verfügen. Insgesamt verfügt Reindalseter über 76 Betten in der Hauptsaison. Danach stehen nicht alle Betten zur Verfügung. Das Wasser wird irgendwann im Spätherbst abgestellt. Ab dann muss man Wasser im Fluß geholt werden.

Koordinaten des Parkplatzes und Startpunkt der Wanderung: 62°11’55.1″N 7°30’03.1″E bzw. 62.198631, 7.500859

Folgend ein paar Fotos von unserer Wanderung.

zakariasvatnet-tafjord - 1 reindalsfossen - 1 schild - 1 Reindalseter und Jakobselet - 1 Hundehütte - 1 Reindalseter - 1 Fluss - 1 Wandermöglichkeiten - 1 Bergpanorama - 1