Lesetipp: Norwegen der Länge nach – Simon Michalowicz

imageHeute möchte ich euch eine Buchempfehlung aussprechen. Nicht zuletzt, weil wir persönlich in Wort und Bild darin vorkommen. 🙂

Vielleicht habt ihr den Beitrag hier auf unserer Seite gelesen, in dem wir berichteten, dass uns Simon auf seinem Fußmarsch durch Norwegen einen kleinen Besuch abgestattet hat.

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Damals war Simon „kurz“ vor seinem Ziel, dem Nordkap, auf seiner Wanderung durch ganz Norwegen der Länge nach. Ich hab ihn kurzerhand zu uns eingeladen und ihn dann sogar noch auf seinen letzten Kilometern zum Nordkap begleitet.

Nun hat der Gute von seiner „Norge på langs“-Wanderung ein Buch geschrieben. Am vergangenen Samstag, fand ich pünktlich zu meinem Geburtstag ein Exemplar in meinem Briefkasten und habe natürlich gleich einen Blick hinein geworfen.

Im Mittelteil befinden sich tolle Fotos (auf einem sind auch wir zu sehen ;)) von der eindrucksvollen Reise zu Fuß durch Norwegens Landschaft. Neben diesen Bildern nimmt Simon einen mit auf sein großes Abenteuer durch Norwegen und die norwegische Wildnis und erzählt davon,  wie er zum Beispiel sein Zelt verliert, Trond Strömdahl unterwegs trifft und natürlich von seinem „Zieleinlauf“ mit mir zusammen am Nordkap.

Dabei erzählt er die Geschichten gekonnt gut, als wäre es nicht das allererste Buch, welches er selbst verfasst. Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Buch, Simon! Nun habe ich selbst Lust mal eben kurz auf große Wanderung zu gehen… wenn da nicht die Verpflichtungen wären…

Mjelva Camping – Åndalsnes ****

Diesen Campingplatz haben wir bereits mehrmals besucht. Unter anderem im Juli 2017, wo wir im Campingauto 220.-kr ohne Strom bezahlt haben sowie im Juli 2015, wo wir in einer Hütte für 550.-kr übernachtet haben mit Hund. Die Hütte hatte vier Betten und ein Sofa sowie eine Essecke. Neben Kühlschrank waren 2 Kochplatten und einsprechendes Geschirr vorhanden. Leider gab es nur eine freie Steckdose in der Hütte. Auch Leselichter bei den Betten haben wir vermisst.

Weitere Hütten mit höherem Standard und wohl auch kleinere Hütten waren vorhanden.

Die sanitären Einrichtungen waren sauber. Für 15.-kr bekommt man eine Wertmarke, welche für 4,5 Minuten Wasser in der Dusche reicht.

Es gibt eine Hütte in der eine Küche mit Kochplatten eingerichtet ist. Davor Bank und Tisch zum sitzen.

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Vom Platz hat man eine tolle Aussicht. Der Campingplatz wirkte gepflegt. Man kann sich Fahrräder ausleihen und es gibt Minigolf. Kostenloses WLAN, welches gut über den Platz reicht, ist vorhanden.

Ins Zentrum von Åndalsnes sind es nur 3 km. Dort finden im Sommer mehrere Festivals wie z. B. das „Norsk fjellfestival“ (Norwegisches Bergfestival) oder „Raumarock“ statt. Der berühmte Trollstigen ist nur 15 Minuten entfernt.

Wir bewerten den Platz mit 4 von 5 Sternen.

Wanderung zum Skongsnes fyr

Skongsnes fyr med solnedgang

Am Wochenende haben wir eine Wanderung mit Übernachtung zum/im Skongsnes fyr (fyr = Leuchtturm) gemacht.

Der Leuchtturm bzw. das anliegende Leuchtturmwärterhaus gehören dem DNT, dem norwegischen Wanderverein, an. Hier kann man als Mitglied zum Preis von 250.- Kronen pro Person übernachten. Nichtmitglieder zahlen 300.- Kronen. Das Leuchtturmhaus ist mit einem Standard-DNT-Schloss versehen, bedeutet jeder der über einen DNT-Schlüsel verfügt, kann sich selbst Einlass verschaffen.

Auf Strom und fließend Wasser muss man bei einer Übernachtung beim Skongsnes Leuchtturm nicht verzichten. Das Haus verfügt nicht nur über eine vollausgestattete Küche (einzig den Abwasch muss man per Hand erledigen), sondern auch über ein WC und Dusch-Badewanne.

Im Erdgeschoß befinden sich WC, Bad, Küche, Stube sowie ein Schlafraum. Im Obergeschoß befinden sich weitere Schlafräume.

Das Wasser welches aus dem Wasserhahn kommt, ist gefiltertes Regenwasser. Dieses wird über das Dach aufgefangen und in einen Tank im Keller geleitet. In Zeiten mit wenig Regen, also inbesondere in den Sommermonaten, soll man sehr sparsam mit dem Wasser umgehen, da es eben begrenzt ist.

Auf ut.no steht zwar, dass das Haus für Hunde zugerecht gemacht ist, aber dies bedeutet bei einigen Hütten des DNT leider nicht wirklich etwas. So ist es auch hier der Fall. Im Haus und den anderen Gebäuden findet sich nichts, was auf eine Übernachtungsstätte für den Hund schließen lassen würde. Im Gegenteil, im Leuchtturmwärterhaus befinden sich mehrere Schilder und Hinweise, dass man den Hund nicht mit ins Gebäude nehmen soll. Bei einigen anderen Hütten haben wir bereits die Erfahrung gemacht, dass der Hund dann nur im Eingangsbereich erwünscht ist. So haben wir es dann auch hier gehalten.

Durch ein Tor im Zaun gelangt man zu einer Art Terasse von der man aufs Meer blicken und den Sonnenuntergang genießen kann. Ein paar Schritte entfernt von den Gebäuden gelangt man zum Bootshaus mit Anlegestelle. Hier befindet sich übrigens auch ein Geocache.

Der Weg zum Leuchtturm dauert ca. 1 Stunde und führt über 2-3 kleine Berge und durch Wald sowie an einem See vorbei. Bei gutem Wetter hat man eine tolle Aussicht auf die umliegende Berglandschaft. Eine kleine Wanderung, die bei entsprechender körperlicher Fitness für jedes Alter geeignet ist. Zum Startpunkt der Wanderung gelangt man indem man von Måløy ca. 12 Kilometer weiter bis Halsør/Sætrasanden fährt. Im Anfang einer scharfen Kurve befindet sich auf der Autoplanke ein Holzschild, welches den Wanderern den Weg weist. Hier kann man oberhalb der Bushaltestelle entlang der Straße parken.

Der Wanderweg ist gut mit den üblichen roten „T“s sowie anderen Schildern und roten Markierungen markiert. Wie immer in Norwegen sind gute Wanderschuhe empfohlen. Aufgrund des nicht wenigen Regens in Westnorwegen sollte auch Regenkleidung im Gepäck sein. Außerdem nicht vergessen: Bettzeug bzw. Schlafsack, Handtücher, Küchentuch und natürlich Verpflegung.

 

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Hier noch ein paar bewegte Bilder:

Sonnenuntergang am Skongsnes Leuchtturm

Am Skongsnes Leuchtturm

Norwegen baut ersten Schiffstunnel

Quelle: www.skipstunnel.no

Quelle: www.skipstunnel.no

Die Gewässer an der norwegischen Westküste bei Stad in Sogn og Fjordane gelten wegen außergewöhnlichen Kombinationen von Meeresströmungen und Untiefen und damit verbundenem hohen Wellengang als besonders anspruchsvoll für jeden Kapitän. Ein 1,7 Kilometer langer und ca. 1 Milliarde Kronen teurer Schiffstunnel soll die Passage zukünftig überflüssig machen.

Weltweit gibt es noch kein Bauwerk dieser Art in der Größe, wie es nun in Norwegen geplant ist. Seit über zehn Jahren wird dieses Projekt im Land geplant und diskutiert. Erste Überlegungen für einen Tunnel gibt es schon bereits seit 1870. Nun erteilte das norwegische Verkehrsministerium der Küstenverwaltung den Auftrag zur Ausarbeitung des Projektes.

Der Tunnel ist Teil des norwegischen Verkehrsplanes 2014 – 2023. Insgesamt sind für die Realisierung eine Milliarde Kronen (ca. 115 Millionen Euro) eingeplant. Mit 37 Metern Höhe und 36 Metern Breite wird er für große Frachtschiffe sowie das größte Schiff der Hurtigrutenflotte, die MS Midnattsol, befahrbar sein.

Die Meeresgewässer vorbei an der Halbinsel Stadlandet, auf der das Westkap liegt, gelten als besonders unruhig und daher gefährlich. Es werden hier Wellen bis zu über 30 Metern Höhe gemessen. Viele Schiffe sind hier schon verunglückt.

Quelle: www.skipstunnel.no

Quelle: www.skipstunnel.no

Bei schlechten Wetterverhältnissen kommt es im Frachtverkehr sowie bei den Hurtigruten immer wieder zu Verspätungen. Bei Sturm ist nahezu kein Schiffsverkehr möglich. Die Schiffe der Hurtigruten haben es schwierig den Kurs zu halten. Im Jahre 2003 ist es bei der bekannten Postschifflinie beinahe zu einem Unglück gekommen, wo ein Schiff bei hohem Wellengang gefährlich nahe unbefahrbarem Gewässer gekommen war und die Passagiere in die Rettungsboote mussten.

Neben der verkürzten Wartezeiten und einer sichereren Fahrt, wäre die Region zudem um eine Attraktion reicher. Die Passagiere der Hurtigruten würden so eine Fahrt durch den ersten Schiffstunnel der Welt erleben können.

Was das Tunnel bauen anbelangt, sind die Norweger sehr erfahren. Bereits der längste oberirdische Autotunnel der Welt befindet sich in Norwegen: Der 24,5 Kilometer lange Lærdaltunnel. Zudem gibt es zahlreiche ober- sowie unterirdische Tunnelanlagen mit Kreuzungen und Kreisverkehren. Auch ans Nordkap kommt man auf dem Straßenwege nur über einen sieben Kilometer langen und bis zu 212 Metern unter den Meeresspiegel führenden Tunnel.

Der Stad-Skipstunnel wird voraussichtlich frühstens 2022 nach vier jähriger Bauzeit fertiggestellt sein. Dann ist Norwegen wieder um eine Attraktion reicher.

Stad Skipstunnel 2014 from NORDWEST3D on Vimeo.

Übernachten im Leuchtturmhaus in Norwegen

Eine Sache, die man in der Art und so preisgünstig kaum woanders machen kann, ist eine Übernachtung in einem Leuchtturmhaus an der Westküste Norwegens. Früher lebten und wachten hier die Leuchtturmwärter, doch die Zeiten sind morderner geworden und so leuchten die Leuchttürme heutzutage alles vollautomatisiert.

Skongsnes fyrIst man Mitglied im DNT (dem norwegischen Wanderverein), wird es besonders günstig und einfach. Mehrere Leuchtturmhäuser gehören dem DNT und können somit von den Mitgliedern genutzt werden. Eine Übernachtung kostet dann um die 250.- Kronen pro Person. Die Bezahlung erfolgt meist, wie bei anderen DNT-Hütten auch, per Überweisung oder durch Einwurf in eine Geldkasse vor Ort.

Auf der Website ut.no findet man alle Leuchttürme dieser Art mit weiteren Infos der Ausstattung und wie man hinfindet. Der Standart variiert von ganz einfach bis zu komfortabel mit z. B. Dusche, Strom, fließend warm Wasser. Hier dürfte also für jeden etwas dabei sein.

Nicht weit von uns entfernt gibt es auf der Vogelinsel Runde eine dieser Möglichkeiten mit dem Runde fyr. Mit den Vogelfelsen in der Nähe, wo jährlich eine halbe Million Vögel brüten, sicher noch einmal eine besonderere Sache.

Wir haben uns für eine erste Übernachtung in einem Leuchtturmhaus jedoch für den etwas entfernteren Skongsnes fyr entschieden, nahe der Fischereistadt Måløy. Bei schönstem Frühlingswetter haben wir dort eine Nacht verbracht. Mehr dazu in einem anderen Beitrag.

 

Wohnungssuche in Sunnmøre

Bevor wir nach Westnorwegen umgezogen sind, waren wir erst einmal zum ersten Mal so richtig auf der Suche nach einer Wohnung hier in Norwegen. Die Wohnungssuche war eine interessante Erfahrung, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Da wir in Troms wohnten, waren vor unserer Ankunft in Westnorwegen keine Besichtigungen möglich bzw. wären mit großem Aufwand verbunden gewesen. Dafür hat unsere Suche doch recht gut geklappt.

Nachdem ich in einem Forum von mehreren anderen gelesen habe, dass man  am besten eine Anzeige bei finn.no aufgibt und sich dann potenzielle Vermieter melden würden, habe ich dies getan. Dies kostete zwar 500 Kronen, war aber doch recht erfolgreich. So meldeten sich nachdem es erst einmal ca. eine Woche komplett ruhig war (es waren wohl Ferien), ein Vermieter nach dem anderen.

finn-anzeige

Etwas zäh war das schreiben mit den Anbietern. Meist kamen in einer ersten Nachricht nur sehr wenige Informationen rüber und man musste dann alles weitere den Leuten nach und nach aus der Nase ziehen. War für mich aber eine gute Sache um meine schriftlichen Norwegisch-Kenntnisse weiter zu verbessern. Schlussendlich hatten wir zwei Optionen in die engere Wahl genommen. Einmal unser jetztiges Haus auf der Insel Leinøya sowie eine Wohnung in Ulsteinvik.

Für die erste Woche nach unserer Ankunft in Sunnmøre haben wir uns ein Ferienhaus gemietet. In dieser Woche wollten wir unsere zukünftige Bleibe klar machen. Das hat auch recht gut geklappt.

Als erstes haben wir uns unseren eigentlichen Topfavoriten angesehen, ein Haus in ländlicher Lage auf der Insel. Nachdem die nette Vermieterin uns durchs Haus geführt hat, waren wir von dem gemütlichen über 100 Jahre alten Haus angetan. Nichtsdestotrotz wollten wir doch noch die Wohnung in Ulsteinvik sehen. Hatte uns die Vermietern dort doch von der tollen Ausicht vorgeschwärmt und das wir unbedingt tagsüber kommen sollen, um diese auch zu sehen.

Die Wohnung war jedoch deutlich schlechter als das Haus und dies machte uns die Entscheidung doch leicht. Von der schönen Aussicht hat man in der Kellerwohnung unter den Vermietern, mit nur einem Zimmer mit Tageslicht, nicht viel gesehen. Um durch die Fenster sehen zu können musste man sich schon hinstellen und selbst dann sah man mehr vom Nachbarhaus als von der Fjordlandschaft. Auch hätten wir für diese Wohnung erstmal einiges an Möbeln anschaffen müssen, während im Haus bereits alles vorhanden war. Nicht zuletzt war auch die Größe entscheidend, war doch das Haus mindestens doppelt so groß wie die Kellerwohnung und dies für den gleichen Preis.

Zurück im Ferienhaus hatten wir uns dann schnell entschieden und teilten der Vermieterin des Hauses mit, dass wir es nehmen möchten. Wenige Tage später trafen wir uns zur Vertragsunterzeichnung und konnten auch schon gleich einziehen.

unserhaus

Nun wohnen wir bereits drei Monate in unserem gemieteten Häuschen und fühlen uns wohl. Täglich fährt die Hurtigrute zweimal an unserem Fenster vorbei und legt in der Nähe an. Es ist hier sehr ruhig verkehrsmäßig, da die Straße nur noch in einen kleinen Nachbarort führt und dort endet. Mehr über unser neues Leben hier in einem nächsten Beitrag. 🙂

3 Monate in Troms

Von Ende August bis Ende November 2014 haben wir im schönen Troms gelebt. Unsere Wohnung lag im Målselv Fjellandsby (Målselv Bergdorf) mitten im Skigebiet. Eigentlich eine Ferienwohnung, welche wir aber zu einem günstigen Preis außerhalb der Skisaison bekommen konnten. Eine tolle moderne Wohnung mit drei Schlafzimmern und sogar Sauna. Waren wir Sauna doch nun gewohnt.

Der Ausblick aus dem Wohnzimmer und von der Terasse auf die umliegende Berglandschaft war bombastisch.

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Den September habe ich jedoch in Deutschland verweilt und Freunde und Bekannte besucht sowie eine kleine Konzertreise gemacht.

Steffi konnte mit Arbeitskolleginnen gut Kontakt knüpfen, so dass wir ein paar Mal etwas zusammen unternommen haben.

Nach der Rückkunft aus Deutschland gab es dann einige Dinge zu regeln. Unter anderem haben wir Steffis altes Auto zum Schrottplatz begleitet. Es wehrte sich stark, so dass wir unterwegs noch einen von der gebrochenen Feder durchbohrten Reifen wechseln mussten, aber wir konnten es dann schlussendlich beerdigen lassen. Weiterhin stand natürlich die Wohnungssuche und Umzugsplanung auf dem Programm.

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Die Wohnungssuche war eine interessante Erfahrung. Wir haben eine eigene Anzeige bei finn.no geschaltet, worauf sich dann auch unsere jetztige Vermieterin gemeldet hat und einige weitere Vermieter. Schlussendlich hatten wir zwei Optionen in die engere Wahl genommen. Dazu dann mehr in einem späteren Beitrag. 🙂

Außerdem habe ich einige Wochen dann noch das Sprachkursangebot genutzt, was mich im Norwegischen doch ein Stück weiter gebracht hat.

Jedenfalls haben wir die mit drei Monaten viel zu kurze Zeit in Målselv sehr genoßen. Irgendwie ein Zwischending zwischen der Einöde in der Finnmark und dem belebten Südnorwegen.

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Wanderung zum Alta Canyon (Sautso)

Anfang Juli 2014 haben wir eine unserer letzten Wanderungen in der Finnmark gemacht. Eigentlich wollte ich davon schon längst geschrieben haben. Aber in den Monaten danach rollte soviel anderes über uns hinweg (Beiträge dazu fehlen auch noch und werden hoffentlich in Kürze kommen!), dass ich nun Mitte Februar 2015 rund 1800 km entfernt unserer zu der Zeit Noch-Heimat am Laptop sitze und endlich mal dazu komme die unzähligen Updates in WordPress durchzuführen und dabei auf den Entwurf dieses Beitrages gestoßen bin.

Da durch die vielen anderen Eindrücke der letzten Monate diese Wanderung nicht mehr ganz so frisch in meinem Gedächtnis ist, dass ich sie ausführlich erzählen könnte, belasse ich es hier bei einer Kurzversion und lasse dafür mehr Bilder sprechen.

Am späten Abend machten wir uns auf den Weg zum Ausgangspunkt der Wanderung. Hier standen in der Mitternachtssonne nur 1 oder 2 weitere Fahrzeuge herum. Wie man das so macht, haben wir uns natürlich vorher eine Beschreibung der Wanderung durchgelesen. Diese war mal wieder so beschrieben, dass man sich auf bestimmte Widrigkeiten seelisch nicht eingestellt hatte.

Nach einiger Zeit einsamen Wanderns kamen wir an den ersten Fluß. Mit der Breite haben wir nicht gerechnet, war doch eher von einem Bächlein die Rede. Nachdem wir ein wenig hin- und her am Ufer gegangen waren entschieden wir uns dann nahe des normalen Weges den Fluß nassen Fußes zu durchqueren.

Nach einer Weile fing ein Vogel an über uns zu kreisen und in der einsamen Stille Alarm zu schlagen. Wahrscheinlich sind wir mit unserer Hündin zu nah an sein Nest gekommen.

Irgendwann begegneten uns zwei Frauen die auf dem Rückweg waren und uns Mut machten weiter zu gehen, es würde sich lohnen. Sie berichteten von zwei weiteren Flussüberquerungen und dass sie einen Strumpf verloren haben. Den (oder einen anderen) haben wir dann auch an einem Fluss gefunden.

Kurz bevor wir eigentlich am Canyon angelangen sollten sind wir dann noch vom Weg abgekommen und eine gute Weile kreuz und quer umhergeirrt, bis wir es dann doch schlussendlich hinab zum Sautso Canyon geschafft haben, wo wir die Aussicht bei wunderbarem Mitternachtssonnenschein genießen konnten.

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Ein Wochenende in Tromsø

Da wir nun seit einigen Wochen in der Kommune Målselv wohnen und Tromø keine 2 Autostunden weit weg ist, war es nur eine Frage der Zeit, wann wir der Stadt einen Besuch abstatten.

Dieses Wochenende war es nun endlich soweit. Als morgens um 8 Uhr der Wecker klingelte, war draußen alles weiß. Über Nacht waren ein paar Zentimeter Schnee gefallen. Also hieß es erst einmal das Auto vom Schnee befreien.

In der Stadt angekommen, haben wir zuerst auf dem leider überteuerten und nicht besonders schönem Campingplatz eine Hütte für die Nacht angemietet. Danach ging es dann zum shoppen, denn das war der Hauptprogrammpunkt für diesen Samstag. Im größten Shoppingcenter, dem Jekta, kauften wir unter anderem die ein oder andere Klamotte sowie die Apple Bluetooth Tastatur, auf der ich diesen Beitrag jetzt schreibe.

Anschließend bekam Fama erst einmal ihre Bewegung bei einem netten Spaziergang mit guter Aussicht auf die Stadt.

Danach fuhren wir noch in die Innenstadt in das „Nerstranda“ Shoppingcenter in dem gerade ein spezieller Ausverkauf war. Liefen hier aber nur wenige Minuten durch, ehe wir feststellten, dass uns hier keines der Geschäfte mehr interessierte. Hauptsächlich nur Klamottenläden und davon hatten wir schon genug gekauft.

Inzwischen meldeten unsere Mägen immer lauter ihren Leerstand an. Daher war es Zeit etwas essen zu gehen. Im von einer Arbeitskollegin von Steffi empfohlenen Restaurant wurden wir leider mangels freien Tischen abgewiesen, erhielten aber Tipps für andere Restaurants. Nachdem wir ein paar Menükarten vor Restaurants studiert hatten, viel die Wahl auf das „Kaia“, welches preislich nicht ganz so teuer war und man nett auf den Hafen schauen konnte.

Ich bestellte mit Käse überbackenenes Lachsfilet und Steffi ein Gericht mit Klippfisch. Der Lachs war okay, aber auch nicht vom Hocker reißend. Steffi musste sich erstmal dringend Wasser nachbestellen, da der Klippfisch wohl sehr sehr salzig war. Wikipedia hat uns dann verraten, dass der Unterschied zwischen Stock- und Klippfisch u. a. ist, dass der Klippfisch vor dem Trocknen in Salz eingelegt wird.

Nach dem Essen waren wir eigentlich für den späteren Abend mit Steffis Arbeitskollegin zum Ausgehen verabredet. Bis dahin sollten jedoch noch ein paar Stunden vergehen, die wir in einer Bar verbracht haben, in der wir immer müder wurden und Steffis Kopfschmerzen immer stärker. So entschieden wir uns die Verabredung auf den nächsten Tag umzuswitchen und legten uns in unsere warmen Betten in der Hütte auf dem Campingplatz.

Nach dem Auschecken am nächsten vormittag, ging es erst einmal ins „Polaria“. Hier kann man neben einem Film über das Nordlicht auch einen über Svalbard ansehen. Besonders den Film über Svalbard fand ich recht schön und interessant und er hat mein Interesse über die Insel gesteigert. Vielleicht fahren wir da ja doch mal hin?

Im Aquarium im „Polaria“ kann man dann einiges über die Tierwelt zu Wasser lernen und bei der Fischfütterung sowie dem Robbentraining und -fütterung zusehen. Im Shop gibt es dann neben jede Menge uns bereits bekannten typischen Souvenirs auch Handtaschen, Mützen, Mäntel und mehr aus Robbenfell zu kaufen.

Weiter ging es dann für uns ins nordnorwegische Kunstmuseum. Dieses ist kostenlos. Leider war die Ausstellung in der unteren Etage geschlossen, da diese gerade erneuert wird. Auf den beiden anderen Etagen gibt es einige ältere sowie neuere Werke zu beäugen. Da ein oder andere interessante Kunstwerk war dabei.

Zum Schluß haben wir uns dann mit Steffis Arbeitskollegin in einer Bar getroffen und noch etwas unterhalten. Danach ging es zurück, jedoch nicht über die E8, wie wir gekommen waren, sondern über eine Nebenstraße auf der anderen Seite des Fjordes. Hier mussten wir jedoch durch einen Tunnel, der 100 NOK kostet und der Zustand der Straße lässt leider fast dauerhaft zu wünschen übrig. Daher dauerte es etwas länger, bis wir dann schlussendlich wieder daheim waren und ein schönes Wochenende endete.

Bei unserem ersten Besuch in Tromsö vor einigen Jahren in einem Urlaub, war ich nicht wirklich begeistert von der Stadt. Dies hat sich bei einem zweiten Besuch vor einigen Monaten jedoch schon bereits etwas geändert gehabt. Nun gefällt es mir dort doch echt gut. Eine übersichtliche norwegische Großstadt, eingebettet zwischen Bergen mit netten Ausgehmöglichkeiten.

Der städtische Campingplatz jedoch sollte langsam mal etwas aufgewertet werden. Hier hat sich seit unserem Urlaub (2008?) im Grunde nichts getan und damals war es schon nicht toll. Steffi Arbeitskollegin meint, dass sich da sicher seit der Eröffnung 1970 nix getan haben wird. 😉
Es gibt leider keine richtige Alternative, die so nah an der Stadt liegt. Etwas weiter raus gibt es aber zwei weitere Campingplätze. Den einen kennen wir nicht, soll wohl aber auf jeden Fall besser sein. Der andere, Ramfjord Camping, auf dem wir ebenfalls dieses Jahr schon waren, ist auch recht alt, aber auf jeden Fall ruhiger, sauberer und vor allem günstiger. Wem die Entfernung zur Stadt egal ist, sollte einen der beiden entfernteren Campingplätze vorziehen.IMG_0455.JPGIMG_0450.JPG

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Ein paar Tage in Midt-Troms

Von Ende August an leben wir für ein paar Monate in der Kommune Målselv in der Fylke Troms. Dort hat Steffi eine neue Stelle gefunden für den Übergang zur nächsten Stelle, aber dazu zu gegebener Zeit mehr. Die paar Wochen frei zwischen alten und neuen Job haben wir genutzt und unsere neue Wohnung klar gemacht sowie etwas Wandern und die Umgebung erkunden.

Für die Zeit hier in Målselv wohnen wir in einer sehr schönen Wohnung in einem Skigebiet in den Bergen mit fantastischer Aussicht. Nach den letzten Monaten in der kleinen Hütte, kommt uns die Wohnung mit drei Schlafzimmern wie ein Schloß vor. Wir müssen immer laut rufen, damit man einen vom West- bis in den Ostflügel hört. 😉

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Aussicht von unserer Wohnung in Målselv

Die Entscheidung für die Wohnung war – für Steffi unwahrscheinlich – schnell gefallen noch direkt bei der Besichtigung. Wozu aber sicher, die nicht so schöne und gemütliche Alternative einer etwas in die Jahre gekommenen Hütte auf einem Campingplatz an einem laut rauschenden Wasserfall, sehr beigetragen hat.

Die weiteren Tage haben wir genutzt und die Umgebung erkundet. In Finnsnes waren wir im Shoppingcenter etwas shoppen und haben zudem Norwegens zweitgrößte Insel Senja erkundet. Dort verläuft eine schöne Touristenroute, die einen an die schönsten Orte der Insel führt.

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Senjatrollen

Anschließend ging es auf Wanderung. Zuerst haben wir eine Nacht in der DNT Hütte „Altevasshytta“ verbracht, von welcher es dann zur Gaskashytte ging. Wir hatten warmes norwegisches Sommerwetter, so dass wir sogar im Fluss gebadet haben, da wir nach dem Wandern zur Gaskashytte durchgeschwitzt waren. Von der Hütte ging es den gleichen Weg wieder zurück. Auf dem Rückweg haben wir ein deutsches Paar kennengelernt, die ihren Wanderurlaub in der Region verbrachten. Da sie so wie wir zur im naheliegenden Tal gelegenen Huskyfarm wollten, haben wir sie dann die letzten Kilometer dorhin in unserem Auto mitgenommen.

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Auf der Huskyfarm fand am kommenden Tag eine große Feier zum 25jährigem Bestehen statt. Wir übernachteten in unserem Bulli beim Villmarkssenter in der Nähe und nutzten die dortigen Duschen und haben mit dem deutschen Paar zusammen noch Nudeln gekocht. Sie hatten sich dort im Villmarkssenter ein Zimmer genommen. Abends gingen wir dann noch rüber zur Schlittenhundefarm und beobachten die abendliche Fütterung der um die 70 Hunde.

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Am nächsten Tag fand dann das große Fest statt. Es gab eine Bühne mit Live-Musik und ein paar Reden sowie ein sehr leckeres Buffet mit Rentier, geräuchertem Lachs und vielen weiteren leckeren Sachen. Für das Fest waren viele Verwandte, Freunde und Bekannte auch aus Deutschland angereist.

Gegen Abend machten wir uns dann auf die Heimreise nach Lakselv.