Bøyum Camping, Fjærland ****

Im Mai 2016 haben wir diesen Campingplatz besucht. Wir hatten zuvor über booking.com ein Zimmer dort gebucht.

Bøyum Camping liegt am Fjærlandsfjord, einem Arm des Sognefjords.

Vom Campingplatz aus sind es 7 km bis zu den Gletschern Bøyabreen und Supphellebreen. Das Norwegische Gletschermuseum befindet sich direkt neben dem Campingplatz. Zur Norwegischen Bücherstadt sind es etwa 2,5 km am Fjord entlang – ein wunderschöner Spaziergang! Schöne Aussicht auf die Berge, den Gletscher und den Fjord. Angelmöglichkeiten im Fluss und im Fjord.

Als wir ankamen war niemand zugegen, jedoch einen Anruf und wenige Minuten später konnten wir einchecken. Wir waren die einzigen Gäste an diesem Tag.

Das Zimmer befand sich in einem Haus mit mehreren Zimmern und Gemeinschaftsküche sowie -duschen. Das Zimmer war recht klein, aber alles war sauber und ordentlich.

Wir bewerten diesen Platz mit 4 von 5 Sternen.

Bøyum Camping FjærlandBøyum Camping

Wanderung zur DNT-Hütte Velleseter

Anfang Mai 2016 habe ich eine Wanderung mit Übernachtung in der DNT-Hütte „Velleseter“ in den Sunnmørsalpen gemacht.

Im Velledalen fährt man von der FV 60 beim Schild „Brunstad“ ab. Kurz darauf geht es bei einer alten Fabrik links ab in den „Brunstadvegen“. Man kommt an einem „Joker“ Geschäft vorbei und folgt dem Weg weiter. Ungefähr 600 Meter nach dem Geschäft biegt man nach rechts ab in einer Kreuzung (Bøvegen). Hier fährt man bis zum Wasserkraftwerk weiter, wo man seinen Wagen parken kann und die Wanderung startet.

Die Wanderung geht die ganze Zeit über einen Schotterweg bergauf und ist daher auch für Leute geeignet, die nicht über Stock und Stein wandern wollen oder können. Man benötigt ungefähr eine knappe Stunde hinauf bis zur Hütte.

Die Hütte ist mit Licht ausgestattet, welches durch eine Solaranlage mit Energie  versorgt wird. Neben der größeren Haupthütte, gibt es auch eine kleinere Hütte mit eigenem Klo für Hundebesitzer. In der Haupthütte befinden sich zwei Schlafräume sowie Schlafmöglichkeiten im Aufenthaltsraum.

Ansonsten ist die Hütte, wie bei fast allen DNT-Hütten üblich, mit einem Holzofen und voll eingerichteter Küche ausgestattet.

Vellesetra Schild Utsikt Velleseter Velleseter Velleseter Toilette Velleseter Schlafraum Velleseter innen Velleseter innen Vellesetra Velleseter Weg zu Velleseter

Wanderung zur DNT-Hütte Navarsete

In der Gemeinde Luster befinden sich die meisten Hütten des DNTs. Hier kann man die spektakuläre Berg- und Gletscherlandschaft des Breheimen-Nationalparks erkunden.

Engjadalen am ParkplatzAuf einer Autotour an einem verlängertem Wochenende im Mai 2016 habe ich mich hinauf zur DNT-Hütte „Navarsete“ gewagt. Die Gehzeit war nur mit ca. 30 Minuten angegeben, weswegen ich mir dachte, dass ich dies trotz eventuellen Restschnees schon schaffen werde. Schließlich war ich  erst kürzlich zur Innerdalshütte durch den Schnee gestapft.

Vom Hauptort der Kommune Luster, Gaupne, geht es über eine Schotterstraße erst einmal steil mit dem Auto bergauf zum Parkplatz im Engjadalen. Wirft man einen kurzen Blick bei der Auffahrt hinab nach Gaupne, kann man kurz die tolle Aussicht genießen. Dies sollte als Fahrer aber besser vermieden werden ohne anzuhalten. 😉 Später, wenn man wieder hinab fährt kann man den Ausblick dann auch besser genießen.

Wasserfall auf dem Weg zu NavarseteVom Parkplatz im Engjadalen geht es dann gerade bergauf weiter auf dem/einem Schotterweg. Leider weiß ich nicht genau wann dieser aufhört, da der Schnee immer tiefer wurde. Daher war der Aufstieg für mich auch sehr beschwerlich, da ich immer tiefer immer immer tiefer werdenden Restschnee einsank. Doch ich folgte tapfer Schritt für Schritt alten Fußspuren sowie Skispuren die nicht alt schienen. Nachdem ich es nur knapp geschafft habe nicht in einen Bach hineinzuschlittern, war ich auch schon angekommen an der DNT-Hütte. Ich denke, ich habe eine gute Stunde gebraucht. Ohne Schnee geht es natürlich deutlich schneller. Von daher scheint mir die Gehzeit mit 30 Minuten reell angegeben.

Die Hütte hat zwei Eingänge, von denen nur einer im Winter nutzbar ist. Vor diesem stand dann auch ein paar Ski und ich wusste, dass ich nicht alleine sein werde. Ich traf auf einen netten Norweger, der auf der Couch schlief und durch meine Anwesenheit erschreckt aufwachte. Später gesellten sich noch zwei Norweger für eine kurze Pause hinzu, die durch den Schnee hochgejoggt waren und dies dann wieder bergab taten.

Kjøkkenet Navarsete Utsikt Navarsete Stue Navarsete

Die Hütte ist etwas älterer Art, man findet aber alles vor, was man braucht. Ein Holzofen, der ordentlich einheizt, Gaskochmöglichkeit, Geschirr, Besteck usw. Für Hunde steht im Eingangsbereich eine Hundebox bereit. Zudem gibt es ein Essenslager in dem man sich Verschiedenes kaufen kann. Insgesamt gibt es 9 Schlafplätze, verteilt auf drei Räume. Einer der Räume ist ein Durchgangszimmer und einer Aufenthaltsraum. Trinkwasser gibt es am sehr nahegelegenen Fluß. Mit Skiern oder im Sommer zu Fuß kann man die umliegenden Berge gut erkunden. Oder man geht weiter zur nächsten DNT-Hütte „Fivla„.

Zurück zum Parkplatz habe ich dann deutlich weniger Zeit gebraucht. Der Schnee war am morgen fester, so dass ich nicht so sehr einsank und das es bergab ging, hat auch nicht unwesentlich dazu beigetragen. Der Weg vom Parkplatz bis zur Hütte ist mit 2,1 km angegeben.

Utsikt på Gaupne, Blick auf Gaupne

Wanderung zur Patchellhytta

FullSizeRender4Am 10.10.2015 sind wir von Liasætra (Stranda) zur Patchellhytta gewandert. Von Stranda aus fährt man auf dem Riksveg Richtung Hellesylt. Nach ca. 4 km biegt man auf die Straße Richtung Engeset bis man an ein Tor gelangt, wo der Mautweg zur Liasætra Alm beginnt. Die Weiterfahrt kostet hier 30.- kr. Hier wurde uns erstmal der Weg von ein paar Schafen versperrt, die aber langsam den Weg wieder frei gaben. Dieser ist unbefestigt. Nach nicht allzu langer Weiterfahrt kommt man auf dem Parkplatz bei Liasætra an. Hier haben wir unser Auto abgestellt und die Wanderschuhe geschnürt.FullSizeRender

Die Wanderung ist mit 6 km angegeben. Meine App auf dem Smartphone hat jedoch 9,5 km ermittelt und dies scheint mir auch realistischer. Zumal wir knapp 2,5 Stunden unterwegs waren.

Der Weg ist mit „Mittel“ angegeben. Für uns als weder Extremwanderer, noch Anfänger erschien es uns als Zwischending zwischen „einfach“ und „mittel“. Der markierte Weg zur Hütte führt durchs Tal. Man überquert mehrere Male über Ganzjahresbrücken das fließende Wasser. Leichte Steigungen führen über mehrere Hügel und gegen Ende wird der Weg recht felsig. Wie man auf den Bildern sehen kann, war die Landschaft herbstlich bunt gefärbt.

Patchellhytta  FullSizeRender2 FullSizeRender3

Für Hundebesitzer gibt es einen Raum mit eigenem Eingang hinter der Hütte. Hier stehen drei Hundeboxen in unterschiedlichen Größen zur Verfügung. Im Raum sind zwei Betten für die Hundebesitzer.

Die Hütte besteht aus einer großen Haupthütte mit mehreren Aufenthaltsräumen mit Kaminen (ein Teil der Hütte ist im Winter gesperrt) sowie Küche und Essenslager und mehreren Zimmern und Schlafböden. Die Hütte ist mit Licht über eine 12V Solaranlage versorgt. Eine zweite kleinere Hütte mit einem Aufenthaltsraum und Schlafplätzen sowie Toiletten liegt wenige Meter von dieser entfernt. Zwischen den beiden Hütten gibt es eine überdachte Wasserstelle. Gekocht wird mit Gas, auch ein Backofen ist vorhanden. Schlafplätze sind insgesamt um die 65 vorhanden.

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Eine weitere aus Steinen gebaute Hütte steht gegenüber den anderen beiden Hütten. Dies ist die ursprüngliche Patchellhytta. Hier steht ein Holzofen und weitere Betten zur Verfügung.

Handyempfang ist in der Haupthütte nur am Fenster im Aufenthaltsraum gegeben. Dort sammelten sich dann auch alle Mobiltelefone. 😉

Zurück haben wir auf gleichem Wege dann keine 2 Stunden benötigt.

Alles in allem eine sehr schöne Wanderung zu einer tollen DNT-Hütte. Bei weiteren Fragen zur Wanderung o. ä. hinterlasst einfach einen Kommentar oder kontaktiert uns. 🙂

Sjøstrand Camping, RV 2, Granli **

Hier haben wir im September 2015 eine Hütte für 600.- kr für eine Nacht gemietet. Es gibt weitere Hütten für 500 bzw. 700.-kr. Unsere war mit Kühlschrank, zwei Kochplatten, kleinem Tisch und 5 Betten ausgestattet. Im vorderen Raum mit einem Einzelbett gab es 2 Lampen. Im hinteren Raum mit 4 Schlafplätzen in Stockbetten gab es nur eine Lampe an der Wand und diese war kaputt. Auf der Veranda gab es keine Außenmöbel, dafür einen großen Hinweis in der Hütte, dass man den Tisch und die Stühle nicht draußen nutzen soll. Decken oder Kopfkissen waren zudem keine vorhanden.

Der Campingplatz liegt nahe der RV 2, welche recht stark befahren ist und gut zu hören. Am Platz direkt liegt der Sigernessjøen.

Die sanitären Einrichtungen waren ok. Allerdings waren diese für die Frauen geschlossen und diese mussten die der Männer mitbenutzen, was jetzt sicher nicht jedermanns Sache ist.

Wir geben dem Platz leider nur 2 von 5 Sternen.

Wanderung zum Tyssenaustet

Am 20. Juni 2015 haben wir eine Tour zur DNT Hütte „Tyssenaustet“ gemacht. Die Wanderung haben wir in Bjørke gestartet. Hier gibt es wohl zwei Wege, die dann später aufeinandertreffen.

Den Weg den wir genommen haben, geht erst einmal ca. 1,5 Stunden gut bergauf. Tyssenaustet liegt auf 660 m Höhe. Daher müssen wohl um die 600 Höhenmeter bewältigt werden um dorthin zu gelangen. Zum Zeitpunkt der Wanderung waren unglaublich viele nervige Fliegen da, die einen umzingelt haben. Nervig, aber dann doch besser als Stechmücken.

Irgendwann kommt man an einem Wasserfall vorbei und der Weg wird flacher. Da dieses Jahr viel Schnee in den Bergen ist und der kälteste Mai seit 20 Jahren nicht grad für gute Schneeschmelze gesorgt hat, befand sich den letzten Teil der Wanderung noch ein wenig Schnee auf dem Weg. An einer Stelle bin ich auch mit dem kompletten Bein in einem Loch versunken.

Nach ca. drei Stunden inkl. kleiner Pausen, haben wir dann die Hütte erreicht.

Lawinen gingen mehrmals die Stunde an den umherliegenden Bergen runter.

Im See war wenig Wasser, aber man konnte erkennen, dass der See im Bestfall viel größer sein muss und dann auch viel näher an der Hütte. Zum Wasser holen musste man mit dem Kanister dann doch eine gute Strecke hinter sich bringen. Das Wasser haben wir vorsichtshalber abgekocht, da der See wohl hauptsächlich aus Schmelzwasser besteht.

Die Hütte hat Strom und verfügt über einen Herd, Heizung, Licht und einen Raum mit Waschbecken. Das Toilettenhäuschen ist nur wenige Meter entfernt. Ebenso das Bootshaus in welchem sich zwei Boote zur Nutzung befinden.

Im Bootshaus soll es auch für den Hund zurechtgemacht sein, aber es gibt dort weder eine Hundebox noch ein irgendwie für einen Hund zurechtgemachten Platz. Nicht das erste Mal, dass dies so bei einer DNT Hütte der Fall ist, die als für Hunde zurechtgemacht gekennzeichnet ist.

Die Hütte ist umgeben von schönen Bergen und es besteht die Möglichkeit Wanderungen auf diese oder z. B. statt wieder zurück nach Bjørke nach Fivelstad (9km) zu wandern.

Zurück haben wir ca. 2:20 Std. benötigt. An der Hütte direkt ist der Mobilfunkempfang sehr schlecht bis gar nicht vorhanden.

Hier ein kleines Video von unserer Wanderung und natürlich ein paar Fotos:

Lesetipp: Norwegen der Länge nach – Simon Michalowicz

imageHeute möchte ich euch eine Buchempfehlung aussprechen. Nicht zuletzt, weil wir persönlich in Wort und Bild darin vorkommen. 🙂

Vielleicht habt ihr den Beitrag hier auf unserer Seite gelesen, in dem wir berichteten, dass uns Simon auf seinem Fußmarsch durch Norwegen einen kleinen Besuch abgestattet hat.

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Damals war Simon „kurz“ vor seinem Ziel, dem Nordkap, auf seiner Wanderung durch ganz Norwegen der Länge nach. Ich hab ihn kurzerhand zu uns eingeladen und ihn dann sogar noch auf seinen letzten Kilometern zum Nordkap begleitet.

Nun hat der Gute von seiner „Norge på langs“-Wanderung ein Buch geschrieben. Am vergangenen Samstag, fand ich pünktlich zu meinem Geburtstag ein Exemplar in meinem Briefkasten und habe natürlich gleich einen Blick hinein geworfen.

Im Mittelteil befinden sich tolle Fotos (auf einem sind auch wir zu sehen ;)) von der eindrucksvollen Reise zu Fuß durch Norwegens Landschaft. Neben diesen Bildern nimmt Simon einen mit auf sein großes Abenteuer durch Norwegen und die norwegische Wildnis und erzählt davon,  wie er zum Beispiel sein Zelt verliert, Trond Strömdahl unterwegs trifft und natürlich von seinem „Zieleinlauf“ mit mir zusammen am Nordkap.

Dabei erzählt er die Geschichten gekonnt gut, als wäre es nicht das allererste Buch, welches er selbst verfasst. Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Buch, Simon! Nun habe ich selbst Lust mal eben kurz auf große Wanderung zu gehen… wenn da nicht die Verpflichtungen wären…

Mjelva Camping – Åndalsnes ****

Diesen Campingplatz haben wir bereits mehrmals besucht. Unter anderem im Juli 2017, wo wir im Campingauto 220.-kr ohne Strom bezahlt haben sowie im Juli 2015, wo wir in einer Hütte für 550.-kr übernachtet haben mit Hund. Die Hütte hatte vier Betten und ein Sofa sowie eine Essecke. Neben Kühlschrank waren 2 Kochplatten und einsprechendes Geschirr vorhanden. Leider gab es nur eine freie Steckdose in der Hütte. Auch Leselichter bei den Betten haben wir vermisst.

Weitere Hütten mit höherem Standard und wohl auch kleinere Hütten waren vorhanden.

Die sanitären Einrichtungen waren sauber. Für 15.-kr bekommt man eine Wertmarke, welche für 4,5 Minuten Wasser in der Dusche reicht.

Es gibt eine Hütte in der eine Küche mit Kochplatten eingerichtet ist. Davor Bank und Tisch zum sitzen.

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Vom Platz hat man eine tolle Aussicht. Der Campingplatz wirkte gepflegt. Man kann sich Fahrräder ausleihen und es gibt Minigolf. Kostenloses WLAN, welches gut über den Platz reicht, ist vorhanden.

Ins Zentrum von Åndalsnes sind es nur 3 km. Dort finden im Sommer mehrere Festivals wie z. B. das „Norsk fjellfestival“ (Norwegisches Bergfestival) oder „Raumarock“ statt. Der berühmte Trollstigen ist nur 15 Minuten entfernt.

Wir bewerten den Platz mit 4 von 5 Sternen.

Wanderung zum Skongsnes fyr

Skongsnes fyr med solnedgang

Am Wochenende haben wir eine Wanderung mit Übernachtung zum/im Skongsnes fyr (fyr = Leuchtturm) gemacht.

Der Leuchtturm bzw. das anliegende Leuchtturmwärterhaus gehören dem DNT, dem norwegischen Wanderverein, an. Hier kann man als Mitglied zum Preis von 250.- Kronen pro Person übernachten. Nichtmitglieder zahlen 300.- Kronen. Das Leuchtturmhaus ist mit einem Standard-DNT-Schloss versehen, bedeutet jeder der über einen DNT-Schlüsel verfügt, kann sich selbst Einlass verschaffen.

Auf Strom und fließend Wasser muss man bei einer Übernachtung beim Skongsnes Leuchtturm nicht verzichten. Das Haus verfügt nicht nur über eine vollausgestattete Küche (einzig den Abwasch muss man per Hand erledigen), sondern auch über ein WC und Dusch-Badewanne.

Im Erdgeschoß befinden sich WC, Bad, Küche, Stube sowie ein Schlafraum. Im Obergeschoß befinden sich weitere Schlafräume.

Das Wasser welches aus dem Wasserhahn kommt, ist gefiltertes Regenwasser. Dieses wird über das Dach aufgefangen und in einen Tank im Keller geleitet. In Zeiten mit wenig Regen, also inbesondere in den Sommermonaten, soll man sehr sparsam mit dem Wasser umgehen, da es eben begrenzt ist.

Auf ut.no steht zwar, dass das Haus für Hunde zugerecht gemacht ist, aber dies bedeutet bei einigen Hütten des DNT leider nicht wirklich etwas. So ist es auch hier der Fall. Im Haus und den anderen Gebäuden findet sich nichts, was auf eine Übernachtungsstätte für den Hund schließen lassen würde. Im Gegenteil, im Leuchtturmwärterhaus befinden sich mehrere Schilder und Hinweise, dass man den Hund nicht mit ins Gebäude nehmen soll. Bei einigen anderen Hütten haben wir bereits die Erfahrung gemacht, dass der Hund dann nur im Eingangsbereich erwünscht ist. So haben wir es dann auch hier gehalten.

Durch ein Tor im Zaun gelangt man zu einer Art Terasse von der man aufs Meer blicken und den Sonnenuntergang genießen kann. Ein paar Schritte entfernt von den Gebäuden gelangt man zum Bootshaus mit Anlegestelle. Hier befindet sich übrigens auch ein Geocache.

Der Weg zum Leuchtturm dauert ca. 1 Stunde und führt über 2-3 kleine Berge und durch Wald sowie an einem See vorbei. Bei gutem Wetter hat man eine tolle Aussicht auf die umliegende Berglandschaft. Eine kleine Wanderung, die bei entsprechender körperlicher Fitness für jedes Alter geeignet ist. Zum Startpunkt der Wanderung gelangt man indem man von Måløy ca. 12 Kilometer weiter bis Halsør/Sætrasanden fährt. Im Anfang einer scharfen Kurve befindet sich auf der Autoplanke ein Holzschild, welches den Wanderern den Weg weist. Hier kann man oberhalb der Bushaltestelle entlang der Straße parken.

Der Wanderweg ist gut mit den üblichen roten „T“s sowie anderen Schildern und roten Markierungen markiert. Wie immer in Norwegen sind gute Wanderschuhe empfohlen. Aufgrund des nicht wenigen Regens in Westnorwegen sollte auch Regenkleidung im Gepäck sein. Außerdem nicht vergessen: Bettzeug bzw. Schlafsack, Handtücher, Küchentuch und natürlich Verpflegung.

 

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Hier noch ein paar bewegte Bilder:

Sonnenuntergang am Skongsnes Leuchtturm

Am Skongsnes Leuchtturm

Norwegen baut ersten Schiffstunnel

Quelle: www.skipstunnel.no

Quelle: www.skipstunnel.no

Die Gewässer an der norwegischen Westküste bei Stad in Sogn og Fjordane gelten wegen außergewöhnlichen Kombinationen von Meeresströmungen und Untiefen und damit verbundenem hohen Wellengang als besonders anspruchsvoll für jeden Kapitän. Ein 1,7 Kilometer langer und ca. 1 Milliarde Kronen teurer Schiffstunnel soll die Passage zukünftig überflüssig machen.

Weltweit gibt es noch kein Bauwerk dieser Art in der Größe, wie es nun in Norwegen geplant ist. Seit über zehn Jahren wird dieses Projekt im Land geplant und diskutiert. Erste Überlegungen für einen Tunnel gibt es schon bereits seit 1870. Nun erteilte das norwegische Verkehrsministerium der Küstenverwaltung den Auftrag zur Ausarbeitung des Projektes.

Der Tunnel ist Teil des norwegischen Verkehrsplanes 2014 – 2023. Insgesamt sind für die Realisierung eine Milliarde Kronen (ca. 115 Millionen Euro) eingeplant. Mit 37 Metern Höhe und 36 Metern Breite wird er für große Frachtschiffe sowie das größte Schiff der Hurtigrutenflotte, die MS Midnattsol, befahrbar sein.

Die Meeresgewässer vorbei an der Halbinsel Stadlandet, auf der das Westkap liegt, gelten als besonders unruhig und daher gefährlich. Es werden hier Wellen bis zu über 30 Metern Höhe gemessen. Viele Schiffe sind hier schon verunglückt.

Quelle: www.skipstunnel.no

Quelle: www.skipstunnel.no

Bei schlechten Wetterverhältnissen kommt es im Frachtverkehr sowie bei den Hurtigruten immer wieder zu Verspätungen. Bei Sturm ist nahezu kein Schiffsverkehr möglich. Die Schiffe der Hurtigruten haben es schwierig den Kurs zu halten. Im Jahre 2003 ist es bei der bekannten Postschifflinie beinahe zu einem Unglück gekommen, wo ein Schiff bei hohem Wellengang gefährlich nahe unbefahrbarem Gewässer gekommen war und die Passagiere in die Rettungsboote mussten.

Neben der verkürzten Wartezeiten und einer sichereren Fahrt, wäre die Region zudem um eine Attraktion reicher. Die Passagiere der Hurtigruten würden so eine Fahrt durch den ersten Schiffstunnel der Welt erleben können.

Was das Tunnel bauen anbelangt, sind die Norweger sehr erfahren. Bereits der längste oberirdische Autotunnel der Welt befindet sich in Norwegen: Der 24,5 Kilometer lange Lærdaltunnel. Zudem gibt es zahlreiche ober- sowie unterirdische Tunnelanlagen mit Kreuzungen und Kreisverkehren. Auch ans Nordkap kommt man auf dem Straßenwege nur über einen sieben Kilometer langen und bis zu 212 Metern unter den Meeresspiegel führenden Tunnel.

Der Stad-Skipstunnel wird voraussichtlich frühstens 2022 nach vier jähriger Bauzeit fertiggestellt sein. Dann ist Norwegen wieder um eine Attraktion reicher.

Stad Skipstunnel 2014 from NORDWEST3D on Vimeo.